Amnesty International Koordinationsgruppe Menschenrechte im digitalen Zeitalter

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Koordinationsgruppe Menschenrechte im digitalen Zeitalter

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NSA-Präsentation: Collect it all, sniff it all, know it all, exploit it all
Übersetzung aus der Präsentation "New Collection Posture" der NSA, die Teil der
Snowden-Enthüllungen ist: "Collect it all, sniff it all, know it all, exploit it all"

Aktion: Anlasslos – Massenüberwachung im digitalen Zeitalter

Anlasslos - das ist das Wort, mit dem sich die Massenüberwachungsprogramme, die Edward Snowden aufdeckte, am besten beschreiben lassen. Anlasslos - das ist auch der Titel unserer Aktion, mit der wir ab Mitte März 2015 auf die Gefahren exzessiver Überwachung für Menschenrechte, Rechtsstaat und Demokratie aufmerksam machen wollen.

Beteiligen Sie sich jetzt - unterschreiben Sie unsere Petition an die Bundeskanzlerin!

Die Digitalisierung ist gleichzeitig Chance und Bedrohung: Menschen können wie nie zuvor kommunizieren, sich koordinieren und Menschenrechtsverletzungen öffentlich machen. Menschenrechte wie die Meinungs- und Informationsfreiheit werden dadurch gestärkt. Doch gerade deshalb ist das Internet auch ein "lohnendes Ziel" für staatliche Eingriffe wie Massenüberwachung, gezielte Überwachung, Zugangssperren und Zensur.

Die Veröffentlichungen des Materials von Edward Snowden seit Juni 2013 bestätigen, was viele bereits befürchteten: dass staatliche Stellen (in diesem Fall: westliche Geheimdienste) inzwischen millionenfach private Kommunikation mitschneiden, sammeln und auswerten – im Verborgenen und ohne hinreichende Rechtsgrundlage. Die Ausspähung, Sammlung und Speicherung von privater Kommunikation (E-Mails, Telefonate, SMS, Chats usw.) ist ein tiefer Eingriff in das Recht auf Privatsphäre – und nahezu jede/r ist betroffen!

Anlasslose Massenüberwachung ist nie verhältnismäßig und stellt eine schwere Menschenrechtsverletzung dar.

Im Februar 2015 wurde im Auftrag von Amnesty International eine repräsentative Umfrage in 13 Ländern zum Thema Massenüberwachung durchgeführt. Befragt wurden etwa 15.000 Menschen auf allen fünf Kontinenten - in Australien, Brasilien, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Neuseeland, Philippinen, Südafrika, Spanien, Schweden und den USA.

Das Ergebnis war ermutigend: Massenüberwachung im Internet stößt weltweit auf Ablehnung.

Lesen Sie mehr dazu hier.

Auch Deutschland muss das Recht auf Privatsphäre besser schützen! Das fordern wir nun in einer Petition an die Bundeskanzlerin, die Sie hier auch online unterzeichnen können.

Bitten Sie auch Ihre Freunde und Bekannten, diese Petition zu unterzeichnen! Wir wollen ein deutliches Signal an die deutsche Bundesregierung senden: Mit Aussitzen lassen sich die massiven Menschenrechtsverletzungen ebenso wenig beenden wie die öffentliche Debatte darüber! Dazu brauchen wir so viele Unterschriften wie möglich!

Gern können Sie sich auch an unserer Petition an die Staaten beteiligen, die laut den Snowden-Enthüllungen am engsten in den globalen Massenüberwachungsprogrammen zusammenarbeiten: die USA, Großbritannien, Australien, Kanada und Neuseeland, auch unter dem Namen "Five Eyes"-Allianz bekannt.

Sie können diese Listen mit Ihrer Unterschrift direkt an die darauf angegebene Adresse schicken. Gern können Sie aber auch weitere Unterschriften sammeln und die ausgefüllte(n) Liste(n) bis zum Ende der angegebenen Laufzeit an uns schicken.

Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Thema allgemein und zu unserer Aktion:

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